Peiden
Ein Dorf in Rutschgefahr
Mitwirkende
von und mit Bruno Cathomas
Co-Autor: Roman Weishaupt
Regie: Rafael Sanchez
Dramaturgie: Martina Mutzner
Bühne: Duri Bischoff
Licht: Carlos Marqueria
Produktion Theater Chur
Shortlist Schweizer Theatertreffen 2023 «Besonders bemerkenswerte Theaterproduktion»
Entstehung
Seit Jahren beschäftigt sich Roman Weishaupt literarisch mit dem rutschenden Dorf Peiden, seinen verschwindenen Häusern und Familiengeschichten. Seine Mutter stammt aus Peiden-Dorf. Auch Bruno Cathomas ist familiär mit dem Ort verbunden: Seine Mutter stammt aus Peiden-Bad. Aus dieser gemeinsamen Verbundenheit mit dem Dorf und ihrer langjährigen Freundschaft entstand die Idee zu einem gemeinsamen Theaterabend. In die Stückentwicklung flossen persönliche Erinnerungen und Lebensgeschichten von Bruno Cathomas ein. Gemeinsam mit dem Regisseur Rafael Sanchez entwickelten sie das Stück; Weishaupt wirkte als Co-Autor an der Textfassung mit.
Oktober · 2022 · Autor & Produzent
Bildnachweis: Yanik Bürkli
Pressestimmen
"Es gab viel Beifall und Bravorufe für diesen sehr persönlichen und überraschend eigenwilligen Theaterabend." - Bündner Zeitung Südostschweiz zu Peiden, Oktober 2022
Aber es ist auch ein Stück, das die Klangschönheit und Melodie der Sprache Sursilvan feiert. Im Epilog, ganz klassisch, räumt Bruno Cathomas murmelnd und sinnieren die Bühne ein: Packt die Requisiten an die Wand, bindet sie fest, klappt die Wände der guten Stube ein und werkelt solange, bis das ganze Bühnenbild zu einem kleinen Anhänger verschnürt ist, den einen alte kleine zweirädige Zugmaschine abschleppt: Ein echter Tespiskarren kleiner Wanderbühnen, archaischer Theaterkultur, süffisanter Kommentar zur Welt: Und augenzwinkernd, wie das ganze sinnliche, vielsprachige schöne und mit Körper gespielte Stück. Empfehlenswert." _ Siegener Zeitung zu Peiden, Dezember 2022
"Nach einem verlegenen «Ciao» freilich stürzt sich Bruno Cathomas kopfüber in die Geschichte des Bergdorfes Peiden: Zwischen drei Sprachen hin- und herswitchend; mit jeder Faser, jedem Gramm seines schweren Körpers ist er Darsteller seiner selbst und des einen oder anderen kaum merklichen Erdrutsches. … Als Bruno Cathomas wird der Sohn das alles hinter sich lassen und dennoch weiter mit sich herumschleppen. Er wird den Wacholdergeruch in der Stube nicht vergessen. So flach der Bühnenstar auf dem neuen Grossbildschirm wirkt (auch das Auspacken des Ungetüms, mit einem höllisch scharfen Cutter, führt narrativ von Hölzchen auf Stöckchen), so lustvoll verausgabt sich Bruno Cathomas für seinen im wirklichen Leben nicht zum Zuge gekommenen Dorfchaplin, den sitzen gelassenen anderen Bruno in seiner Brust. Es wird an diesem Abend viel gelacht im ausverkauften Theater Chur: ein gemischtes, melancholisches getöntes Lachen angesichts des eigenen Da- und Hierseins in ständiger Rutschgefahr." - Theater der Zeit zu Peiden, Oktober 2022)