Regie & Inszenierung

Der Dorfladen

Ein Stück über den Lauf der Dinge

Mitwirkende

Mit: Peter Jecklin & Barbara Schneider
Idee, Interviews und Regie: Roman Weishaupt

Text: Tim Krohn · Musikalische Leitung: Remo Derungs
Projektion: Ester Vonplon · Ausstattung: Remo Arpagaus & Gianina Flepp
Dramaturgie: Ann-Marie Arioli · Lichtdesign: Roger Stieger
Regieassistenz: Marina Blumenthal · Produktionsleitung: PURPUR – Anita Willi & Brigitte Balzer
Dorfmusik: Désirée Albin, Ursin Arpagaus, Sandro Deplazes, Remo Derungs, Ursin Derungs & Liana Pirovino
Eine Produktion von KOLLEKTIV DER BERGE in Koproduktion mit Theater Chur.
Uraufführung, 28. Januar 2017 · Theater Chur

2017 · Idee und Regie

Pressestimmen

"Dass der gut 70minütige Abend in Chur dennoch sehenswert ist, liegt an den beiden Darstellern Peter Jecklin (Balzer) und Barbara Schneider (Marta), die mit anrührendem Bergler-Eigensinn und trockenem Abschieds-Schmerz über die textlichen Inkongruenzen wegspielen. Und an der präzisen Regie von Roman Weishaupt, die ihre Qualität in zahllosen liebevoll sprechenden Details erweist." - NZZ Andreas Kläui zu Der Dorfladen, Februar 2017)
"Balzer und Marta tanzen zu «When a Man loves a Woman» in der BlasmusikEdition kurz an, aber geben auch diesen Hauch von Zärtlichkeit in der Schlusssequenz resigniert auf. Der Abschied schmerzt eben. Ein grossartiges Stück voller brutaler Ehrlichkeit und präsentiert in messerscharf simpler Kulisse. Kein Stück für Zwangsunterhaltungshumoristen, aber ein grosses Stück für die heimische Verständniskultur und jeden, der aktive Auseinandersetzung mit der Bündner Realität sucht." - Südostschweiz zu Der Dorfladen, Februar 2017
«Roman Weishaupt lässt Marta und Balzer in zärtliche Beziehung zueinander treten, lässt sie einander überraschen. Wie ein Gespenst – oder doch schon ein Totenglöcklein? – zieht immer wieder eine Blaskapelle durch die Szene. Ist das hier ein Begräbnisritual oder doch die Feier einer Zukunft, die keiner kennen kann?
‹Der Dorfladen› ist eine kleine Episode und will auch nicht mehr sein. Doch es scheint, als ob dem Ende ein Neuanfang innewohnt. Unvermutet entpuppt sich die spintisierende Marta – und Barbara Schneider löst das glaubwürdig – als letzte Utopistin. Sie nämlich hat sich einen Plan zurechtgelegt, wie ihr Lebenswerk, der Dorfladen, seine Widerauferstehung feiern soll. Und wenn Balzer letztlich in diese fantastische Wende einwilligt, dämmert uns, dass in der Enge der Täler nicht nur das Defizit und der Verlust hocken. Dem Himmel so nah ist der Anarchist, der hier Marta heisst. Sie wird zwar wegziehen und die Berge Berge sein lassen, doch andere werden ihr Werk weiterführen. Denn plötzlich, keiner hat’s gemerkt, steigt aus dem uniformen Metall der alpinen Dorfkapelle ein Klang, der von einer arabischen Oud-Laute stammt.» - Daniele Muscionico, Theater der Zeit, April 2017